2012 China – Kunming

Vom 22. November bis 4. Dezember erarbeiteten wir mit Teilnehmern von drei Schulen aus Kunming, der chinesischen Provinzhauptstadt Yunnans, eine Bühnenperformance zum Thema Klimawandel.

Aufgrund der vielen Flugkilometer die wir als Team für dieses Projekt zurück legen, kompensiert das Auswärtige Amt unseren dadurch verursachten CO2 Ausstoß durch den Ankauf von entsprechend berechneten Zertifikaten von atmosfair.

In dieser Form lief das Projekt ab:

  • Aufführung unserer eigenen Theaterproduktion „Josephine und die Brüder des Windes“ zur Einführung und Eröffnung der Klimaprojektwoche.
  • Inhaltliche Aufarbeitung und grundlegende Diskussionen zum Thema mit den Teilnehmern
  • Gegenseitige Präsentation der Schüler von ihren Fotoarbeiten „Das Klima und Ich“ innerhalb der drei Schulen
  • Szenische Erarbeitung eines Theaterstücks aus den Ideen der Schüler
  • Aufführung der Jugendlichen von ihrer Geschichte „Der Traum von Kunming“mit öffentlicher Bewertung des Projektes aller Beteiligten Personen und Einrichtungen
  • Ausgabe der Fragen an die Teilnehmer und Zuschauer vor und nach der Projektzeit
    (Eine auszugsweise Veröffentlichung folgt auf diesen Seiten)

Da im Gegensatz zu Peking oder Wuhan die Stadt Kunming als relativ grün und die Luft für chinesische Verhältnisse als relativ sauber bezeichnet werden kann, stand für die Schüler das Bewusstsein in einer schönen und vom Klima verwöhnten Stadt zu leben im Vordergrund ihrer Auseinandersetzung. Trotzdem gab es eine hohe Sensibilität in Bezug auf den Wandel der klimatischen Bedingungen, da die Niederschlagsmengen in der Region in den letzten drei Jahren extrem zurück gegangen sind.

Auch wenn sich ein direkter Bezug dieser Ereignisse nur schwer mit dem Verhalten der Bewohner der Stadt Kunming eins zu eins nachweisen lässt, wollten die Jugendlichen in ihrer Geschichte eine sehr klare Verbindung zwischen Ursache und Wirkung für ihre Stadt herstellen.

Zum Inhalt der Geschichte „Der Traum von Kunming“:
Die Schüler spielten vier Szenen an vier verschiedenen Orten hier aus der Region und zeigten die Schönheit dieser Plätze.
(Green Lake, Western Mountains, Trangeedorf, Schneeberge)
Dann zeigten sie ein junges Pärchen das gemeinsam auf den Schneebergen in einen tiefen Traum fällt und in diesem Traum wieder an die vier Orte gelangt. Aber diesmal sind die Orte in einem schrecklichen Zustand; Tier sind tot oder krank, Bäume sind ohne Früchte, Menschen sterben hustend an der schlechten Luft, die Seen sind ausgetrocknet und über allem liegt eine trostlose Stimmung.
Als das Pärchen aus diesem Alptraum erwacht, erkennen sie zu ihrer eigenen Verblüffung, dass sie genau das selbe geträumt haben. Beunruhigt von dieser Erkenntnis beschließen sie die Orte zu besuchen, um zu sehen was von ihrem Traum wahr sein könnte.
Einem Wunder gleich können sie nun an jeder Station ihrer Reise mit den Tieren, Pflanzen und Elementen sprechen. Sie hören die Warnungen der Natur nun mit den eigenen Ohren.
Die Möwen sagen ihnen: „Heute sehr ihr uns das letzte Mal.“
Die Bäume sagen: „Dies wird der letzte Apfel sein den ich für euch trage.“
Der Wind sagt: „Ich werde nie wieder die Wolken zu Euch wehen.“
Die Wölfe sagen: „Euch interessiert nur das Geld, die Fabriken und nicht die Natur.“

Das Pärchen ruft darauf hin: „Das darf nicht passieren!“

Nun treten alle Schüler nacheinander auf und präsentieren ihre großen DIN A 4 Fotos mit Natur oder Stadtmotiven und
erzählen in kurzen Sätzen was sie an der Natur lieben oder was sie für wichtig halten, damit es zu keinem Alptraum wie zuvor erlebt kommen wird.

Nach einem Zeitsprung von 40 Jahren sehen wir vier Möwen, die sich darüber unterhalten, dass die Menschen in Kunming begriffen haben was zu tun ist. Alle kommen auf der Bühne zusammen und singen gemeinsam ein Lied, in dem es um die Schönheit von Kunming geht.