2017 China – Wuhan/Zhuzhou/Mianyang

„Josephine und die Brüder des Windes“ – Die Durchführung eines interaktiven Theaterstückes in Verbindung mit Schulbesuchen an vier ausgewählten PASCH Schulen in China.

Das Theaterstück „Josephine und die Brüder des Windes“ gehört in Deutschland zu unseren Repertoire Stücken und wird oft als Eröffnung zu unseren Klimaprojektwochen gezeigt. Für internationale Aufführungen haben wir aus der Geschichte ein „Koffertheater“ gemacht. Ziel der Tournee durch die Städte Wuhan, Zhuzhou und Mianyang an vier Schulen war es, bei chinesischen SchülerInnen die Lust und das Interesse an der deutschen Sprache und Kultur zu steigern.

 

Der herzliche Empfang, die große Anzahl der Schüler in den Aufführungen und die unmittelbaren Rückmeldungen lassen uns hoffen, dass wir diese Ziele erreicht haben.
Wir möchten an dieser Stelle ein paar Bilder Eindrücke aus dieser Zeit mit dem Bericht unserer begleitenden Praktikantin Lina Breuer verbinden. Sie beschreibt darin auch ihre Eindrücke vom kurz davor durchgeführten dritten Kreativwettbewerb.

Lina Breuer: 1,3 Milliarden Menschen, eine neue Kultur, das ist China, der Zielort dieser Reise. Die Erwartungen waren nicht mit dem zu vergleichen was ich dort erlebt habe. Während der Reise durch die verschiedenen Orte, Hangzhou, Wuhan, Zhuzhou und Mianyang, habe ich viele Erfahrungen sammeln können.

Zuerst sind Kai Meister, Stefanie Siebers und ich, Lina Breuer, in Hangzhou zu dem 3.Nationalen Kreativwettbewerb geflogen.

„Träume der Talente“ war der Name des dritten nationalen Kreativwettbewerbs für Pasch Schulen, der von der Zfa und dem Goethe Institut organisiert wurde. Nach der Ankunft haben die Mimosen erst einmal ein paar Übungen zum besseren kennenlernen und um einen Einstieg in das Theaterspielen zu geben, gemacht. Der Einstieg des Theaterspielens bestand darin das sich die einzelnen Teams als Gruppe einen Bahnhof vorstellen sollten, an dem sie verschiedene Rollen spielten, selbst die Lehrer haben mitgemacht. Von der Rolltreppe zu Koffern, einem Zug und einer Frauenfußballmannschaft war alles vertreten, was man an einem Bahnhof finden kann. Es war sehr interessant zu sehen wie die Szenerie entstanden ist und die Schüler improvisiert haben.

Am nächsten Tag wurde die große Gruppe in zwei kleinere geteilt, die dann entweder bei Stefanie oder Kai gecoacht wurden. Dazu haben sie sich erst mal die einzelnen Gruppen und deren selbstgeschriebenen Stücke angeguckt. Ich fand es so erstaunlich wie gut sie deutsch sprechen konnten, selbst wenn sie erst ein halbes Jahr deutsch lernten. Generell zu sehen wie das Thema „Träume“ umgesetzt wurde und auf welche Ideen die Schüler gekommen sind war unglaublich. Der Eifer und die Energie die in die einzelnen Stücke geflossen sind haben mich selber zum nachdenken gebracht und mich daran erinnert das dies etwas sehr besonderes ist und man immer sein Bestes geben sollte.

Die Aufführung und die Siegerehrung waren das große Highlight des Wettbewerbes. Die Gruppen haben sich alle sehr viel Mühe gegeben bei der Vorstellung alles richtig zu machen und viele haben am Vortag noch viele Stunden geübt und ihre Präsentation der anderen Schulen perfektioniert. Zurückschauend war der Wettbewerb mit viel Kreativität, Fleiß, Änderungen und jeder Menge Spaß verbunden

Nach dem Kreativwettbewerb ging es weiter nach Wuhan. Das erste mal eine chinesische Grundschule sehen. Es ist doch sehr anders als in Deutschland. Schuluniformen und ein bewachter Eingangsbereich. Die Schüler hatten noch nicht sehr lange Deutschunterricht, aber das Theaterstück „Josephine und die Brüder des Windes“ hat ihnen sehr gefallen. Sie haben alle interessiert und ruhig zugeschaut und konnten ohne alles verstanden zu haben den Inhalt wiedergeben, was ich sehr erstaunlich fand. Sie haben auch neue Worte gelernt wie Wasser und Feuer, die sie mit Begeisterung gerufen haben.

Die anderen Schulen in Zhuzhou und Mianyang waren ähnlich. Neben den herzlichen Begrüßungen und der Gastfreundlichen Art haben sich die Schüler und Lehrer sehr gefreut das Deutsche in ihrer Schule waren. Was ich persönlich interessant fand war das große Interesse der Chinesischen Schüler an der deutschen Sprache und an mir. Ich war größtenteils im selben Alter wie die Schüler, die an den Schulen deutsch lernen. Viele wollten einfach wissen wie es in einer deutschen Schule ist oder einfach nur ein paar neue Worte lernen. Der Austausch zwischen den Schülern und mir, hat mir persönlich ein ganz neues Licht auf deutsche Schulen gegeben. Die Schüler haben mir berichtet das sie froh wären auf eine deutsche Schule zu gehen, da es bei ihnen oft lange Unterricht gibt und viele schwere Prüfungen.

 

Es war einmal interessant und erstaunlich zu sehen wie es in einem anderen Land in der Schule ist und die Schüler sich engagieren. Auch das große Interesse in eine fremde Kultur, welches ich selber empfunden habe, war überwältigend. Ich bin froh das ich miterleben durfte wie die verschiedenen Schulen, Schüler und Lehrer das Theaterstück der Mimosen und den Besuch von uns aufgenommen haben, denn das ist ein einmaliges Erlebnis für beide Seiten.

Aber neben den Schulen und den Begegnungen mit den Schülern waren auch die Begegnungen auf der Straße oder in Geschäften beziehungsweise Restaurants sehr freundlich und interessant. Es war zwar zuerst komisch immer angeguckt zu werden und das sich alle nach einem umdrehen, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch die gastfreundlichen Restaurantbesitzer, die sich immer gefreut haben wenn wir kamen, war neben dem leckeren Essen, eine einerseits lustige und erinnerungswürdige Erfahrung.

Man kann eigentlich das Gefühl, welches ich in China gefühlt habe, nicht beschreiben. Es ist einfach eine Flut von positiven Eindrücken, die über mich gekommen ist.

Ich finde den Austausch mit einer anderen Kultur sehr wichtig und bin froh das ich daran teilhaben durfte. Meiner Meinung nach ist dieses Projekt eine tolle Erfahrung für Chinesen und Deutsche. Ich würde immer wieder gerne in das Land zurück kommen und die Schulen nochmal besuchen, und das Essen nochmal essen, denn es hat mir nicht nur ein paar unvergessliche Eindrücke beschaffen sondern auch jede Menge Spaß.