Kommunikation/Gesellschaft – Bühne des Lebens

Höflichkeit 3.0 – Mehr als nur „nett sein“

Die grundsätzlichen Fragestellungen sind: Wie gehen wir angemessen miteinander um? Was ist angenehm oder unangenehm in der Kommunikation zwischen Menschen? Was können wir aktiv für ein harmonisches und konstruktives Zusammenleben tun? Wie möchte ich, dass Andere mit mir umgehen? Das Projekt “Höflichkeit 3.0″ kann auf Wunsch auch mit dem Zusatz “Kulturen in Bewegung” durchgeführt werden, um den drängenden gesellschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit der Integrationsdebatte ein Forum zu geben.

Hier können Sie ein PDF Dokument mit diesen und weiteren wichtigen Informationen zu dem Projekt herunterladen: „Höflichkeit 3.0 – Mehr als nur nett sein“

Aufgrund des umfangreichen Materials zu diesem Thema, stellen wir dafür eine eigene Internetseite zur Verfügung : Höflichkeit 3.0

Das Theater Die Mimosen bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Gedanken, Ängste und Träume zum Ausdruck zu bringen, ihnen Gestalt und Raum zu geben. Dabei versuchen wir Antworten zu finden. Antworten auf elementare Fragen, die für junge Menschen und Erwachsene gleichermaßen relevant sind.

So sind wir zum Beispiel bereits in mehr als 100 Projektwochen an Bildungseinrichtungen im In- und Ausland unter dem Motto „Kinder können Klima“ mit jungen Menschen über den Klimawandel in einen künstlerischen Dialog getreten.

Wir begeben uns in unseren Projekten auf eine mehrtägige Spurensuche. Hierbei wollen wir Lotsen sein in einem kreativen Prozess. Deshalb kommen wir ohne vorgefertigte Antworten im Gepäck und ohne den pädagogischen Zeigefinger. Wir wollen den jungen Menschen eine Plattform bieten für eigenständiges Denken und Handeln.

Kulturen in Bewegung

Mit dem Projekt „Höflichkeit 3.0“ rücken wir nun neue Fragen in den Mittelpunkt: Ist der Umgangston auf dem Schulhof, in der Klasse oder unter Freunden rauer geworden? Fehlt es an Respekt und Toleranz im täglichen Miteinander? Wie gehen wir mit Andersdenkenden um? Wie sieht unser Verhältnis zu Mitschüler_innen aus, deren Familien aus einem uns fremdem Land kommen? Gibt es trotz kultureller Unterschiede eine gemeinsame Basis?

Und schließlich: Verkümmert durch die Verbreitung digitaler Technik im Lebensalltag die Qualität der sozialen Interaktion?

Was sagen die Jüngeren dazu? Spielen diese Fragestellungen für sie überhaupt eine Rolle? Oder sind andere Themen für sie in diesem Zusammenhang bedeutsamer?

„Höflichkeit“ scheint auf den ersten Blick ein Relikt längst vergangener Zeiten zu sein. Uns geht es aber nicht um die Wiederbelebung einer höfischen Etikette oder von Knigges Benimmregeln. Angesichts einer sich im ständigen Wandel befindlichen Lebenswelt stellen wir vielmehr die Frage: Wie kann ein respektvolles, achtsames Miteinander aussehen? Oder: Wie müssen wir mit uns selber umgehen, um anderen gegenüber überhaupt tolerant und wertschätzend sein zu können? In der Schule, am Esstisch oder im digitalen Netzwerk? Digital-technische Veränderungen lassen neue (nun auch digitale) Kommunikationsräume entstehen. Deshalb: „Höflichkeit 3.0“.

Wir kommen mit einer Theater- , Kunst- und Medienwerkstatt

Im Rahmen einer verabredeten Zeitspanne analysieren wir mit allen Beteiligten die gegenwärtig von ihnen wahrgenommene Qualität von Kommunikation.

Ziel der Theater- und Kunstwerkstatt ist es, die dadurch gewonnenen Einsichten gestalterisch und bildnerisch umzusetzen. In der Medienwerkstatt sammeln die Teilnehmer_innen auf vielfältige Weise empirische Daten zu der oben skizzierten Fragestellung. Auch hier wird im zweiten Schritt für die sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen eine gestalterische Präsentationsform gefunden. Denn alle Workshops zeigen am Ende der Projektzeit in einer Abschlussveranstaltung gemeinsam ihre Arbeiten. Sie machen so ihre erarbeiteten Vorstellungen von einem respektvollen, achtsamen und wertschätzenden Umgang miteinander für die gesamte Bildungseinrichtung erfahrbar. Darüber hinaus können nicht nur Bilder und Texte, sondern auch das entstandene Bühnenstück von den Lehr- und Fachkräften als didaktisches Material für die Projektnachbereitung genutzt werden, um eine vertiefende Beschäftigung mit dem Thema in Gang zu setzen.

Unser Angebot richtet sich an junge Menschen jeden Alters

Unser prozessorientierter und künstlerischer Ansatz führt zu einem hohen Maß an erlebter Selbstwirksamkeit. Hierdurch kann eine nachhaltige Einflussnahme auf die Kommunikation im Alltag der Projektteilnehmer_innen ermöglicht werden.

Diese Arbeitsweise zeichnet uns ebenso aus wie die Freude und Leidenschaft, mit der wir jungen Menschen begegnen und sie motivieren, uns zu folgen. Egal ob Theaterspielen, Malen, Filmen oder Schreiben – die von uns angewandten Methoden werden dem Alter der Beteiligten und der jeweiligen Bildungseinrichtung entsprechend ausgewählt. Das Projekt „Höflichkeit 3.0“ ist deshalb für allgemeinbildende Schulen genauso geeignet wie für berufsbildende Einrichtungen.